Wer noch eine Ölheizung hat, hat bis 2026 Zeit. Danach nicht mehr. Die Regeln sind klar: Neue Ölheizungen dürfen ab 2026 nicht mehr eingebaut werden. Wer noch eine alte hat und sie repariert werden muss, braucht einen Plan – schnell.
Das Gesetz 2026
Österreich folgt hier einer EU-Richtlinie. Ab 2026 darf kein Handwerker eine reine Ölheizung mehr neu installieren. Auch nicht als „Hybrid mit Wärmepumpe als Zusatz“ – die Hauptanlage darf nicht mehr Öl sein. Das betrifft etwa 700.000 österreichische Haushalte.
Wer schon eine Ölheizung hat, kann sie behalten. Aber wenn sie kaputt geht und repariert werden muss, wird’s interessant. Reparaturen sind möglich, aber werden Schritt für Schritt unrentabler. Die Hersteller fahren Ersatzteile zurück. Handwerker wollen lieber neue Heizungen einbauen.
Alternativen zum Ölkessel
Die nächste Heizung sollte eine Wärmepumpe sein – Luft-Wärmepumpe, Erd-Wärmepumpe oder Wasser-Wärmepumpe. Für die meisten Häuser ist die Luft-Wärmepumpe die schnellste und günstigste Lösung.
Wer kein Platz für eine Wärmepumpe hat oder will: Pelletkessel (Holz) sind eine gute Alternative. Sie sind günstiger als Wärmepumpen (8.000–12.000 Euro) und rechnen sich schneller. Allerdings braucht man Platz für Pellet-Lagerung.
Gas ist auch noch möglich, aber umstritten. Gas ist Übergangslösung, nicht Endsituation. Langfristig sind Wärmepumpen klüger.
Kosten für die Umrüstung
Eine Luft-Wärmepumpe kostet 15.000–25.000 Euro installiert (das ist die Gesamtanlage, nicht nur die Wärmepumpe selbst). Ein Pelletkessel kostet 8.000–12.000 Euro. Eine Gas-Heizung 5.000–8.000 Euro – aber die wird dann wieder in 10–15 Jahren zum Problem.
Die gute Nachricht: Förderungen gibt es reichlich. Der Sanierungsbonus der BMK deckt bis zu 50 Prozent der Wärmepumpen-Kosten ab. Manche Bundesländer legen noch was drauf. Ein Ölheizungs-Tausch kostet brutto oft nicht mehr als eine Wärmepumpe mit Förderung.
Warum jetzt nicht warten?
2026 wird es eng. Handwerker sind ausgebucht, Preise steigen, Lieferzeiten werden länger. Wer jetzt tauscht, zahlt weniger und bekommt einen Termin in diesem Jahr. Wer bis 2026 wartet, zahlt mehr und wartet länger.
Dazu kommt: Die Förderungen sind 2026 noch attraktiv. Das kann sich ändern, wenn die Budgets aufgebraucht sind.
Der richtige Installateur
Der Kessel selbst ist nur ein Teil. Die Installation – Rohre, Heizkörper-Einstellung, eventuelle Dämmarbeiten – ist entscheidend. Ein schlechter Installateur baut die beste Wärmepumpe schlecht ein und sie spart nichts.
Deshalb: Mehrere Angebote einholen, nicht nur den Preis vergleichen, sondern auch die Referenzen. Gibt es Kunden im Ort, die der Handwerker schon modernisiert hat?
Fazit
Ölheizung aus, Wärmepumpe rein – das ist 2026 nicht mehr optional. Besser jetzt handeln als in zwei Jahren unter Druck. Und die Kosten sind deutlich geringer als viele denken, wenn Förderungen eingerechnet sind.
Quellen:
- Bundesministerium für Klimaschutz (BMK): Ölheizungs-Ausstieg 2026
- BMK Sanierungsoffensive: Förderungen für Wärmepumpen – https://www.bmk.gv.at
- OÖ Energiesparverband: Umstieg von Öl auf Wärmepumpe – https://www.energiesparverband.at
- Wärmepumpen-Verband Österreich: Technik und Kosten
- Österreichischer Installateur-Verband: Handwerker-Verzeichnis
- Energieagentur Tirol: Beratung zur Ölheizungs-Sanierung


