Duschkopf abschrauben. Einen neuen draufschrauben. Fertig. Das ist beim Warmwasser die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, und sie dauert zwei Minuten.
Ein normaler Duschkopf lässt oft zwölf bis fünfzehn Liter pro Minute durch. Ein Sparduschkopf, je nach Modell, um die sechs bis neun. Fühlt sich trotzdem nicht nach Tröpfeln an, weil Luft beigemischt wird. In der Mietwohnung geht das ohne Nachfragen, den alten Kopf hebt man für den Auszug auf.
Dann gibt’s noch die Sache mit der Dauer. Muss man niemandem erklären.
Wo man nicht sparen sollte
Beim Speicher. Die Versuchung ist groß, den Boiler von 65 auf 45 Grad runterzudrehen – spart ja Energie. Stimmt auch. Nur: Zwischen etwa 25 und 50 Grad fühlen sich Legionellen am wohlsten. Das sind Bakterien, die man beim Duschen über feine Tröpfchen einatmen kann, und das kann eine ernsthafte Lungenentzündung werden.
Empfohlen werden für Speicher meist rund 60 Grad. Die ÖNORM B 5019 nennt für zentrale Anlagen mindestens 60 Grad am Speicheraustritt. Im Einfamilienhaus mit kleinem Speicher ist die Lage entspannter als im großen Mehrparteienhaus, aber dauerhaft deutlich darunter sollte man nicht gehen, ohne das mit dem Installateur besprochen zu haben. Und die Legionellenschaltung der Wärmepumpe bitte nicht einfach abdrehen.
Die Pumpe, die immer läuft
Viele Häuser haben eine Zirkulationsleitung. Die sorgt dafür, dass in der Dusche sofort warmes Wasser kommt. Dafür pumpt sie aber rund um die Uhr warmes Wasser im Kreis, und die Leitungen geben dabei Wärme ab. Eine Zeitschaltuhr – morgens und abends ein paar Stunden – bringt oft mehr als man denkt. Alte, ungeregelte Pumpen sind außerdem kleine Stromfresser.
Und die Rohre im Keller? Wenn man sie anfasst und sie sind warm: dämmen. Rohrschalen aus dem Baumarkt, eine Stunde Arbeit.
Wer einen Elektroboiler in der Wohnung hat, zahlt Warmwasser direkt über die Stromrechnung, und zwar teuer. Der Boiler hält das Wasser rund um die Uhr warm, auch wenn niemand duscht. Bei alten Geräten mit dünner Isolierung merkt man das. Im Urlaub ausschalten ist sinnvoll – nach der Rückkehr aber einmal richtig durchheizen lassen, bevor jemand duscht. Siehe oben, die Sache mit den Legionellen.
Ein Durchlauferhitzer hat das Problem nicht, der heizt nur, wenn Wasser fließt. Dafür braucht er einen starken Anschluss. Umbauen muss deshalb niemand – aber wer ohnehin renoviert, kann darüber nachdenken.
Kleinkram zum Schluss: Hände kalt waschen, beim Einhebelmischer ganz auf „kalt“ stellen statt auf Mitte (sonst wird Warmwasser gezogen, das nie ankommt), und der tropfende Warmwasserhahn gehört repariert.


